| Brust- und Bauchatmung |
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Die obere Brustatmung dient grundsätzlich zur Bewältigung von Not- -und Angstsituationen. Auf diesem Weg kann dem Körper in kurzer Zeit viel Sauerstoff zugeführt werden. Zugleich werden durch die Anspannung der Bauchdecke die inneren Organe geschützt. Die Hilfsmuskeln im Brust- und Schulterbereich werden anstelle des Zwerchfells für die Atembewegung genutzt. Bei vielen Menschen ist die Brustatmung die gewohnte alltägliche Atemform. Darin liegt der Grund für die meisten Atemstörungen, aber auch für Verspannungen im Hals- und Nackenbereich. Typisch für die Brustatmung ist die Anspannung bei der Ausatmung. Da wir uns bei der Brustatmung zumeist im Stress befinden, wird auch die Ausatmung vom sympathischen Nervensystem gesteuert, und das für die Entspannung zuständige parasymapthische Nervensystem kann bei der Atmung nicht mitwirken.
BauchatmungDie Bewegung der Bauchdecke beim Atmen wird durch das Zwerchfell, dem Hauptatemmuskel, bewirkt. Das Atemvolumen wird durch Dehnen und Zusammenziehen des Zwerchfells geregelt. Die Bauchatmung kann dazu beitragen, dass sich der gesamte Bauchraum bis in den Beckenraum hinein entspannt, wobei ein strömendes Wärmegefühl entstehen kann.Dabei werden die vegetativen Nerven des Sonnengeflechts aktiviert. VollatmungDie Verbindung von Bauch- und Brustatmung wird auch als Vollatmung bezeichnet. In ihr kommen die Gaben der Entspannung und der vollen Brust- und Bauchatmung zusammen. Der Atem ist kraftvoll und gelöst zugleich. Eine ebenmäßige Bewegung füllt den ganzen Atemraum von unten nach oben beim Einatmen und leert ihn wieder in der gleichen Richtung. Dieser Atem ist Sinnbild für die ideale, eutone Gestalt des Menschen, der selbstbewusst zu seiner Stärke steht, ohne sich zu verhärten und zu verschließen. Jeder Atemzug beinhaltet die Öffnung für Neues und das Entspannen nach Innen. |


