atman Zeitung – Inhalt

Inhalt von Heft 3/2020:

Steven Elliott: COVID-19 und das Atmen
Die Polyvagaltheorie und die Atmung. Interview mit Stephen Porges
Forschungsberichte:
Schlafmangel und Atembeeinträchtigung
Atmen und Gehirnreinigung
Die Plazenta: Ein Stresspuffer

Leseprobe aus Heft 3/2020:

Stephen Porges: „Das bewusste Atmen in all diesen Atemübungen ist eine Reise zur physiologischen Resilienz. Ich verstehe es als einen Werkzeugkasten, den die Leute nutzen können, wenn sie zu reaktiv auf die Welt zugehen und sich ihrer Reaktivität bewusst sind. Die Polyvagaltheorie sagt uns auch, dass wir häufig auf die Welt reagieren und uns dessen überhaupt nicht bewusst sind. Die Atemübungen dienen der Selbsthilfe. Auch Therapeuten brauchen die Selbsthilfe, weil Therapeuten auch nur Menschen sind und sich ihrer körperlichen Reaktionen oft nicht bewusst sind, wenn es in ihren Sitzungen zu einem Mangel an Koregulation kommt, bis ihr Körper sagt, dass das nicht mehr auszuhalten ist. Und dann geht ihr Körper in die Abwehrhaltung. Wenn wir eine Strategie haben, indem wir die Atemarbeit zur Selbsthilfe und Selbstfürsorge nutzen, dann ist das für alle Menschen nützlich.“