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atman Zeitung - Inhalt

Inhalt von Heft 1/2018:

Wolfgang Steiner: Atmen in der Natur
Andreas Spornberger: Meine Erfahrungen mit dem Atmen im Kaltwasser
Steven Elliott: Wie atmet die Giraffe?
Wilfried Ehrmann: Atem und Flexibilität
Linda Benkö: Das waren die Atemtage 2018

Leseprobe aus Heft 1/2018:

Wolfgang Steiner:
Atmen in der Natur


Seit vielen Jahren beobachte ich nunmehr, wie sich mein körperliches Wohlbefinden sowie auch meine Sinne verändern, ruhig werden und entspannen, wenn ich mich in die Natur begebe. Bisher habe ich es einfach nur punktuell genutzt und genossen, für mich und auf der 8-tägigen Chakren-Wanderung im Toten Gebirge.
Vor kurzen ist mir ein Begriff über den Weg gelaufen, in dessen Zusammenhang diese Erfahrung nun benannt und auch quantifizierbar wurde und den ich hier gerne vorstellen möchte: Biophilia  (Die Liebe zum Leben). Dieser Begriff stammt von Erich Fromm, dem 1900 in Deutschland geborenen und in den USA wirkenden Psychoanalytiker und Sozialpsychologen, der diesen in seinem Buch „Die Seele des Menschen“ 1964 eingeführt hat.
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Kurz gesagt, die Natur ist über biochemische Substanzen in Kontakt, und bislang  wurden bereits mehrere hundert solcher Elemente dieser natürlichen Kommunikation entschlüsselt. Diese Substanzen werden den sogenannten Terpenen zugeordnet. Über diese Kommunikation werden z.B. auch herannahende Schädlinge in Art und Menge unter den Pflanzen kundgetan, wodurch verschiedene Abwehrsysteme frühzeitig aktiviert bzw. auch Nützlinge herbeigelockt werden, welchen dann genau diese Schädlinge als Futter dienen. Das Interessante ist, dass dem Menschen diese Kommunikation im Außen über das Immunsystem auch zugänglich ist und dieses darauf angeregt positiv reagiert. Die Kommunikationswege sind dabei zu einem kleinen Teil die Haut und zum größten Teil die Atemwege mit der Sensorik der Lungen.
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Da wir nun diese Terpene als Teil eines Cocktails aus bioaktiven Substanzen  hauptsächlich über die Atmung aufnehmen, ist eine gezielte entspannte und vertiefte Atmung für die besondere Wirksamkeit dieses Effektes von hohem Wert. Dieser Effekt kann sowohl leicht atmend zur Vorbeugung als auch zur Therapie und Heilung angewandt werden.